Makronährstoffe Teil 2: Kohlenhydrate

Kohlenhydrate versorgen deinen Körper mit Energie. Und das ist auch schon ihre einzige Funktion.

Kohlenhydrate sind kleine Zuckerteilchen, die vereinzelt oder verkettet sein können. Je länger die Ketten, desto länger braucht dein Körper, um die Energie zu nutzen.

Süße Produkte, wie zum Beispiel eine Banane oder Weingummi, werden von deinem Körper ziemlich schnell verarbeitet. Hier liegen die Zuckerteilchen nämlich einzeln vor und können daher direkt ins Blut gegeben und dann in die Organe transportiert werden.

 

Bei Kartoffeln, also einer eher weniger süßen Quelle für Kohlenhydrate, sind die Zuckerteilchen miteinander verbunden. Der Körper muss diese in mehreren Schritten voneinander trennen, bevor er sie nach und nach über den Blutkreislauf zu den Organen sendet.

 

Food Koma?

 

Wahrscheinlich kennst du es, nach dem Mittagessen auf einmal sehr müde zu werden.

Das Food Koma…

Das tritt dann auf, wenn du nach einer längeren Essenspause viele Kohlenhydrate (z.B. durch Kartoffeln, Reis, Nudeln, Pizza, Brötchen usw.) auf einmal zu dir nimmst. Denn wenn der Zucker ins Blut gerät, steigt dein Blutzuckerspiegel. Dein Körper versucht dann neben der Verdauung des Essens auch mit dem plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels klarzukommen und ihn wieder zu regulieren. Die Energie, die er für diese ganzen Prozesse braucht, fehlt dir dann bei deiner Arbeit. Du wirst müde und kannst dich nicht mehr so gut konzentrieren

 

Und wie kannst du das Food Koma vermeiden?

 

  • Bereite dir einen kleinen Snack vor, den du zwischen Frühstück und Mittagessen essen kannst, so kann dein Magen sich langsam auf eine Mahlzeit vorbereiten.
  • Verringere die Portion des kohlenhydratreichen Produktes in deinem Essen (zum Beispiel in dem du Kohlenhydrate durch Gemüse ersetzt)
  • Trinke ausreichend Wasser oder Tee (Süßgetränke können den Effekt evtl. verstärken)

 

Sind Kohlenhydrate denn überhaupt notwendig?

 

Kohlenhydrate haben nur eine Aufgabe: Uns mit Energie zu versorgen. Doch das können die anderen Nährstoffe auch. Zwar klappt die Energieversorgung durch Kohlenhydrate am schnellsten, aber wir sind nicht unbedingt auf sie angewiesen. Deshalb kannst du theoretisch auch komplett darauf verzichten – diese Diät nennt man auch „Low-Carb Diät“:

Du streichst alle Lebensmittel, die Kohlenhydrate enthalten, aus deinem Speiseplan und verringerst so oft auch deine täglichen Kalorien. Erstmal recht simpel.

Doch wenn du das schon mal ausprobiert hast, kann es gut sein, dass du dich müde oder einfach weniger energiegeladen gefühlt hast. Klar, jeder reagiert unterschiedlich darauf.

Die einen kommen gut damit klar, andere dafür überhaupt nicht.

Wichtig ist aber, dass du weißt: Es ist möglich! Nur halt nicht ganz so einfach, wie es klingt.

 

Was ist jetzt gut für dich?

 

Welche Produkte jetzt gut oder schlecht für dich sind, ist im allgemeinen gar nicht so einfach zu beantworten – denn die Menge ist immer entscheidend. Generell sind Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen gut für dich. Das können neben Obst und Gemüse auch Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte sein.

 

Ballaststoffe sind gut für deine Verdauung sowie deinen Blutzuckerspiegel und außerdem halten sie dich länger satt.

Wenn du dich einigermaßen ausgewogen ernährst, du Vollkornprodukte den Weißmehlprodukten vorziehst und täglich ein bis zwei gute Portionen Gemüse oder Obst isst, bist du auf jeden Fall schon gut dabei!

 

Hast du noch Fragen zum Thema Kohlenhydrate? Oder möchtest du mehr dazu wissen? Dann schreib mir eine Mail an moritz@coached.de

 

Moritz von Coached!